Art@Site www.artatsite.com Stephan Balkenhol Drei Skulpturen Säulen Nuernberg
Artist:

Stephan Balkenhol

Title:

Drei Skulpturen Säulen

Year:
2004
Adress:
Institut für Medizinische Technik
Website:
proud of self-confident men
Three identical men are standing on pillars which are standing at a regular distance. These are ordinary men; more normal isn’t possible. A dark pair of pants, a white shirt with long sleeves and neat cut dark hair.
If you look closely, you can see that the men are wearing white gloves. These are physicians. The man on the rightside has his lower arms slightly bent forward, which indicates that he is involved.
The men are standing relaxed in an upright position. These are self-confident men who take instandly their responsibility when needed. We are proud of these men and it’s obvious that they are standing on high pillars.
By Theo, www.artatsite.com

Vertaling
trots op zelfverzekerde mannen
Drie precies dezelfde mannen staan op zuilen, die op een regelmatige afstand staan. Dit zijn gewone mannen; gewoner kan niet. Een donkere broek, een wit overhemd met lange mouwen, keurig geknipte donkere haren.
Als je goed kijkt, zie je dat de mannen witte handschoenen dragen. Dit zijn medici. De rechter man heeft de onderarmen iets naar voren gebogen, waaruit je kunt afleiden dat hij betrokken is.
De mannen staan rechtop en ontspannen. Dit zijn zelfverzekerde mannen die direct hun verantwoordelijkheid nemen als dit nodig is. Wij zijn trots op deze mannen en het is logisch dat zij op een hoge zuil staan.
Door Theo, www.artatsite.com

www.uba.uni-erlangen.de:
Stephan Balkenhol: "... Klone vor einem medizinischen Innovationszentrum? Doch bei genauer Betrachtung besitzt jede Skulptur individuellen Charakter ... doch diese Individualität wird nicht aufdringlich in den Mittelpunkt gerückt. Balkenhol geht es um die "Überzeugungskraft des Lapidaren" im Gegensatz zu "geschwätzigen, expressiven Figuren."
Die Arbeit besteht aus einer Reihe von drei Skulpturen-Säulen, bestehend aus drei Baumstämmen, aus deren oberen Teilen jeweils eine männliche Figur gehauen ist. Die Baumstämme sind aus Douglasie, einem sehr witterungsstabilem Holz, das zusätzlich noch farbig gefasst ist.
Der Sockelbereich ist ca. 350 cm hoch. Die Säulen sind etwas in den Boden eingelassen und auf einem Betonfundament befestigt. Die drei Säulen haben einen unterschiedlichen Durchmesser: 80 cm - 60 cm - 40 cm.
Dementsprechend sind die Figuren, die jeweils auf den Stämmen stehen, von unterschiedlicher Grösse; 220 cm 190 cm 150 cm.
Dadurch wird die perspektivische Wirkung verstärkt, bzw. umgekehrt, wenn man an den Figuren vorbeigeht/vorbeifährt, je nachdem, von welcher Richtung der Betrachter kommt.
Titel: Drei Skulpturen Säulen
Standort: Institut für Medizinische Technik vor der Fassade zwischen der Ecke Gebbertstrasse und dem hölzernen Hörsaalblock an der Henkestrasse

www.akinci.nl:
Stephan Balkenhol’s (1957, Fritzlar, Germany) sculptures of men and women, mostly carved out of one massive block of wood with polychrome surfaces, are worldwide known and appreciated. His figures are a kind of twenty-first century “everyman” – neither idealized nor individualized. A critic once described his ‘standing man’ as ‘the type of man you would never notice in a crowd.”
They can be considered as archetypes of the human figure, as they seem to copy the human uniformity. Their poses can easily be mistaken for a viewer looking at them in a museum or gallery. There is no pathos speaking out of their gestures or expressions. Balkenhol’s figures look almost alive, they look almost as somebody we know. Their gaze seems to be fixed to the near as well as to the far spot beyond reality. They do not have a specific expression though they have something which goes beyond that. As Balkenhol himself comments his figures are ”above all” “beautiful, silent, lively”. They “say a lot and nothing”.
Balkenhol’s sculptures are lodged in the temporal and stylistic continuity that extends from ancient Egypt through medieval polychrome wood statuary to Renaissance portraiture. At the same time Balkenhol’s work refers to principles of minimal art, and one may very well see it as a heritage of Ulrich Rückriem’s teaching.
Stephan Balkenhol has exhibited widely in Europe and the United States, including the Musee de Grenoble, France (2010), Deichtorhallen, Hamburg (2009), Staatsliche Kunsthalle Baden-Baden Germany (2006), Museum der Moderne, Salzbourg, Austria (2006), The National Museum of Contemporary Art, Osaka, Japan (2005), Sprengler Museum, Hannover, Germany (2003), Fries Museum, Leeuwarden, Netherlands (2001), C.G.A.C. Santiago de Compostela, Spain (2001), The Hirshhorn Museum, Washington D.C., USA (1995). Balkenhol attended the Hochschule für bildende Künste in Hamburg and was taught by Ulrich Rückriem.

www.wikipedia.org:
Stephan Balkenhol (* 10. Februar 1957 in Fritzlar) ist ein zeitgenössischer deutscher Bildhauer.
Balkenhol arbeitet in Skulpturen, Reliefs, Zeichnungen und graphischen Techniken wie Lithographie, Holzschnitt und Siebdruck. Seine grob gehauenen und farbig bemalten Holzskulpturen sind sein Markenzeichen. Er stellt Menschen, Tiere und Architekturen dar, zuweilen surreal kombiniert. Der Mensch steht im Mittelpunkt seiner Arbeiten. Er entwickelt Grundtypen, die er vielfältig variiert. Sein bekanntester Figurentypus ist der Mann mit schwarzer Hose und weissem Hemd. Kleidung und Haltung der dargestellten Menschen deuten auf die Gegenwart. Sie zeigen keine eindeutigen Emotionen, sie blicken scheinbar ins Leere oder auf – für den Betrachter – unbekannte Punkte. Die Figuren bleiben distanziert, anonym und rätselhaft.
Holz ist Balkenhols wichtigstes Arbeitsmaterial. Weiche Holzarten wie Pappel oder Wawaholz erlauben dem Künstler ein präzises Herausarbeiten der Gesichter seiner Figuren. Bei den meisten Skulpturen ist die Figur so aus dem Holz herausgearbeitet, dass Figur und Sockel als ein Stück verbunden bleiben. Das Material bleibt in seinen Werken deutlich erkennbar und auch die Bearbeitung bleibt in der groben Struktur unter der Farbfassung sichtbar. Material und sichtbare Spuren des Arbeitsprozesses sind damit Teil des Kunstwerkes.
Stephan Balkenhol: „Meine Skulpturen erzählen keine Geschichten. In ihnen versteckt sich etwas Geheimnisvolles. Es ist nicht meine Aufgabe, es zu enthüllen, sondern die des Zuschauers, es zu entdecken.“
Stephan Balkenhol: „Dabei wollte ich Bildwerke schaffen, die sich – abgesehen von der Figuration – jeder Schublade entzogen: kein expliziter Rückgriff auf die Tradition, keine Botschaften jeglicher Art, keine starke Expressivität.“
Er gibt seinen Figuren bewusst einen indifferenten Ausdruck, damit dem Betrachter Deutungsmöglichkeiten bleiben. Ein Lächeln oder ein anderer Gemütszustand würde zu sehr „eingefroren“ wirken. Er arbeitet an mehreren Skulpturen gleichzeitig und fertigt ungefähr 100 Skulpturen pro Jahr. Bei Holzfiguren wird der Rundholzsockel festgeklemmt. Die Figuren wachsen aus dem Rundholz mit der Arbeit und werden durch den Sockel auf Höhe gehalten.
Seine bisher höchste Skulptur, der sechs Meter hohe Männertorso aus Zedernholz Sempre più („Immer mehr“), wurde 2009 temporär im Caesarforum in Rom aufgestellt.[6]
2012 sorgte eine Balkenhol-Skulptur auf dem Turm der Sankt-Elisabeth-Kirche in Kassel für Streit. Die Leiterin der documenta 13, Carolyn Christov-Bakargiev, kritisierte die katholische Kirche für die Aufstellung dieses Kunstwerks im Vorfeld der documenta. „Es stört erheblich. Die künstlerische Leiterin fühlt sich von dieser Figur bedroht, die mit der documenta (13) nichts zu tun hat,“ liess documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld verlauten. Die Kirche hielt dessen ungeachtet an der Balkenhol-Ausstellung und Installation fest. Die Skulptur wurde im Anschluss an die Ausstellung vom Künstler der Sankt-Elisabeth-Kirche geschenkt.
Neben den Skulpturunikaten und den Zeichnungen hat Stephan Balkenhol auch ein umfangreiches Werk an Bronze-Editionen und druckgraphischen Arbeiten geschaffen, die 2014 und 2015 in zwei Werkverzeichnissen dokumentiert wurden.