Art@Site www.artatsite.com Friedrich Gräsel Grenzmauer Relief Bochum
Artist:

Friedrich Gräsel

Title:

Grenzmauer Relief

Year:
1982
Adress:
Krupp
Website:
The process of looking at art
During the writing of an essay anything can happen. My feelings with an artwork can change from disgust to excitement. What would during the description of Grenzmauer Relief by Graesel?
At first glance Grenzmauer Relief seems to be a boring artwork. The huge parts seem like an abstraction of a chain; the parts seem to lay behind each and seem to be able to turn. Then I realize this artwork is not boring at all. It is even effective, while Relief is standing along a site where raw steel is stored.
And than I become excited; Relief is actually a beautiful artpiece. The large surfaces are evenly gray, with a half-matte finish. They show us the beauty of the metal. Would this be zinc? I think this is cleverly made.
Grenzmauer Relief by Friedrich Graesel is big and strong but evokes also a feeling of stillness and appreciation.
By Theo, www.artatsite.com

Vertaling
Het proces van kunst kijken
Tijdens het schrijven van een essay kan er van alles gebeuren. Mijn gevoel bij een kunstwerk kan veranderen van afkeer naar enthousiasme. Wat zou er gebeuren tijdens het beschrijven van Grenzmauer Relief van Graesel?
Op het eerste gezicht lijkt Grenzmauer Relief een saai kunstwerk te zijn. De grote en stevige onderdelen zijn een soort abstrahering van een ketting; de onderdelen lijken achter elkaar te liggen en te kunnen draaien. Dan realiseer ik mij: dit kunstwerk is niet saai. Het is zelfs doeltreffend omdat Relief langs een terrein staat waar ruw staal ligt opgeslagen.
En dan word ik enthousiast; Relief is zelfs een mooi kunstwerk. De grote oppervlakten zijn egaal grijs met een halfmatte afwerking. Zij laten zien hoe mooi het metaal is. Zou dit zink zijn? Volgens mij is dit heel knap gemaakt.
Grenzmauer Relief van Friedrich Graesel is groot en stevig maar roept ook een gevoel van verstilling en waardering op.
Door Theo, www.artatsite.com

www.friedrich-graesel.de:
Friedrich Gräsel: "Durch radikale Vereinnahmung trivialästhetischer Erfahrungen und unter Verwendung industrieller Produkte und Produktionsmethode für die Kunst, kann die Mitrealität unserer Umwelt in der Kunst gespiegelt und aufgehoben werden, - wird Kunst menschenmöglich und human."

www.friedrich-graesel.de:
Friedrich Gräsel ist fest mit seiner Heimatstadt Bochum verwurzelt. Inspirationen für seine minimalistischen Objekte fand er in der Umgebung des Ruhrgebiets. Als einer der ersten deutschen Künstler gelang es Gräsel, industriell gefertigte Produkte mit technischen Funktionen in eine freie, ästhetische Komposition zu übersetzen.
Friedrich Gräsels formal-ästhetisches Interesse galt dem durch die Masse der Röhren umschlossenen Raum und den entstehenden Zwischenräumen. Sogar die durch das Gewicht der Skulpturen entstehenden Abdrücke auf Rasenflächen, waren für ihn Teile des Kunstwerks. Diese 'temporären Kunstwerke' dokumentierte Gräsel in zahlreichen Fotografien, aus denen er später eine Reihe von Siebdrucken entwickelte.
Seine material-ästhetische Vielfalt ist gross. Gräsel war äusserst experimentierfreudig und suchte ständig nach neuen Materialien und Formen. In den frühen Jahren arbeitete er mit Keramik, später entstanden dann Röhrenmontagen aus Faserzement und Kunststoffröhren und ab 1970 vorwiegend Werke aus Stahl. Viele seiner Montagen sind variabel und können zu immer wieder neuen Formationen gedreht, gesteckt und arrangiert werden. Gräsels Begeisterung für die dreidimensionale Form in der Umgebung mündete in seine Faszination für den Menschen als ein hochkomplexes System von Röhren (Blutgefässe) und Verdichtungen (Organe). In diesem Zusammenhang entstand sein umfangreicher Werkzyklus "Arbeitsfeld Herz". 2001 erfolgte die Friedrich-Gräsel-Schenkung für Wissenschaft und Kunst an der Ruhr-Universität Bochum, der der Künstler insgesamt 47 Plastiken und Zeichnungen schenkte.
1969 gründete Friedrich Gräsel zusammen mit anderen Künstlern die Künstlergruppe B 1, die sich nach der durch das Ruhrgebiet führenden Bundestrasse Nr. 1 benannten. Die Gruppe B 1 war eine informelle Gruppe junger Künstler, darunter neben Friedrich Gräsel u.a. auch Günther Dohr, Kuno Gonschior, Ewerdt Hilgemann oder Ferdinand Spindel, deren Ziel in der Reflektion gesellschaftlicher und ökonomischer Bedingungen lag. In ihrem Manifest formulierten sie den Anspruch, die Umgebung der B 1 und die industrielle Landschaft durch die Ästhetik ihrer Objekte aufzuwerten.

www.welt-der-form.net:
Sechs Edelstahlreliefs, bis zu 4.80 m hoch, bis zu 15.30 m lang. Standort: Krupp-Werksmauer, Essener Str., verteilt über eine Distanz von über 600m.
Friedrich Gräsel, *1927 Bochum.
Grenzmauer Relief, 1982-1987, Krupp AG Bochum.

www.wikipedia.org:
Friedrich Gräsel (* 26. Mai 1927 in Bochum; † 8. Juli 2013 in Osnabrück) war ein deutscher Bildhauer.
Friedrich Gräsel verwendete für seine Plastiken, angeregt durch das industrielle Umfeld seiner Heimatstadt Bochum, industriell gefertigte Stahlelemente, die er zu freien Kompositionen zusammensetzte. „Aus dem Studium industrieller Produktion hat er sich für seine Kunst einen Freiraum zwischen industriellen Normen und den Formen seiner Kunst erarbeitet, der bis heute durch den Gebrauch von Rohrformen geprägt ist.“.
Neben den freien Arbeiten hat er auch Röhrenplastiken geschaffen, die als Endrohre von Klimaanlagen technische Funktionen haben. „Durch Integration seiner Kunst in zweckgebundene Industrieanlagen lenkt Gräsel die Aufmerksamkeit auf deren formale Ästhetik und wirkt so ihrer Entfremdung entgegen […].“
Daneben sind auch farbig gefasste Metallskulpturen und, sehr früh, keramische Arbeiten entstanden. Die plastischen Arbeiten Gräsels sind immer von Zeichnungen begleitet.