Berlin Art@Site www.artatsite.com Joachim Liebscher Blütenball
Artist:

Joachim Liebscher

Title:

Blütenball

Year:
1965
Adress:
Storkower Strasse 134
Website:
www.bildhauerei-in-berlin.de:
Vor der hellen Fassade steht die dunkel sich abhebende Plastik. Auf dem mit gefärbten Betonplatten gepflasterten Vorplatz vor dem Haupteingang des Finanzgebäudes wurde die etwa 3 m hohe Plastik in einem quadratischen mit Kieselsteinen gefüllten Becken aufgestellt.
Zwei antithetisch angeordnete stilisierte Blattformen aus künstlich korrodiertem Eisenguss halten einen „Blütenball“, der aus filigranen, großen stilisierten Blüten (Sonnenblume, Margarite, etc.) besteht. Der Ball wird aus Bändern aus Stahlblech gebildet, die teilweise geschmiedet und miteinander vernietet sind. Die so gebildeten Zellen wurden mit farbigem Email gefüllt.
Translation:
In front of the bright facade stands the dark contrasting moldable. With colored concrete slabs, stone-paved forecourt in front of the main entrance of the financial building, which is about 3 m was set up high plastic in a square with pebbles-filled pool.
Two antithetical arranged in a stylized leaf shapes artificially korrodiertem cast iron to hold a "flower ball", which consists of filigree, large stylized flowers (sunflower, Daisy, etc.). The Ball is made out of strips of sheet steel, which are in part forged and riveted together. The cells thus formed were filled with colored enamel.
Text: Jörg Kuhn, Susanne Kähler.

www.wikipedia.org:
Joachim Liebscher (* 22. Dezember 1926 in Großschönau, Sachsen; † 22. April 1994 in Waltersdorf) war ein deutscher Bildhauer.
Liebschers bedeutendste Schaffensperiode begann 1968 mit der Ausführung der Tierplastik Bettelnder Bär für die Fußgängerzone im Stadtzentrum der Chemiestadt Schwedt. Für das Waldbad Schwedt entstand 1970 die Spielplastik Walross, eine 6 Meter hohe Wasserrutsche, für deren Oberflächengestaltung Feldsteine der Uckermark eingesetzt wurden. Weitere Versionen dieser Großplastik schuf Liebscher 1973 als Geschenk für den polnischen Partnerbetrieb des auftraggebenden Papier- und Kartonagenwerks in Küstrin und 1978 für das Waldstrandbad Großschönau in seiner Heimat. Für den Außenbereich vor dem Papier- und Kartonagenwerk Schwedt entwarf er die 6 Meter hohe Großplastik Papier in Bewegung aus veredeltem Stahl. Mit diesem Projekt begann Liebschers Zusammenarbeit mit dem Gartenarchitekten Erwin Stein aus Berlin. In dieser Zeit lernte Liebscher ebenfalls den Architekten Christoph Dielitzsch kennen. Sie erarbeiteten gemeinsam Konzepte zur Gestaltung des Waldbades, der Waldsportanlage mit Liebschers Olympiabrunnen und der neuen Eigenheimsiedlung sowie der näheren Schwedter Umgebung.
Im Architekturwettbewerb „Bestes Bauwerk“ 1977 wurde die Eigenheimsiedlung, für die Liebscher Formgestaltungselemente in Emaille schuf, als ästhetisch beispielgebend preisgekrönt. 1974 entstand zu dem Thema „Energie, Kraft und Bewegung“ für den Außenbereich des neuen Verwaltungsgebäudes der Ingenieurhochschule Zittau ein Brunnen in dessen ebenerdigen Trog von fünf Metern Durchmesser stehen neun 1,5 bis 2 Meter hohe, wasserführende Rohre mit aufgesetzten Kupferkugeln, die durch das Wasser bewegt werden. Das Ensemble wird von einem, mit emaillierten geometrischen Elementen besetzten, Metallring umrahmt. 1987 entwarf Joachim Liebscher die Sonnenuhr für das Zeiss-Großplanetarium Berlin und den Ernst-Thälmann-Park in Berlin an der Prenzlauer Allee, Liebschers bedeutendstes Werk.
Bereits 1972 widmete er sich der Raumgestaltung. Aus Ton schuf er zahlreiche Alltagsgegenstände und Plaketten, wie den von ihm geschaffenen Kunstpreis der Oberlausitzer Kreise Zittau – Löbau. 1991–1993 betrat Joachim Liebscher künstlerisches Neuland und führte Regie in den gemeinsam mit Hans-Wolf Ullrich und Lausche Video produzierten Videos, Wittstock – Gedanken einer Stadt, Spuren im Märkischen Land, Zittauer Land, Robur – ein dynamisches Zeichen unserer Zeit, Karies ist kein Kinderspiel und Bauwerker – eine Chance für Dich!
Joachim Liebscher sagte über sich: „Ich will etwas schaffen was von den Menschen gebraucht und auch verstanden wird.“
1976: Blütenball (Emaile/Stahl), 3 Meter hohe Stele mit einer sinnbildlichen Darstellung Leben bewahrender Hände, die eine Blumenkugel umfassen.