Art@Site www.artatsite.com Klaus Simon Megadendrischer Bau Dusseldorf
Artist:

Klaus Simon

Title:

Megadendrischer Bau

Year:
1987
Adress:
Volksgarten, Stoffeler Friedhof
Website:
our own paradise
The artist may go back unabashedly to his childhood. He may build a shelter that no one can see. He may build higgledy-piggledy with rotten wood. And he may have a lot of adventures that only he can think of.
Let’s be frankly: you prefer to be in own private paradise. And it is easy to implement. We want to make our own Megadendrischer Bau, won’t we?
Why do we accept so much complexity in our world? It is very tempting to join all the technology, workpressure and social obligations. Don’t do that again.
Let’s all go back to our own Megadendrischer Bau!
By Theo, www.artatsite.com

Vertaling
je eigen paradijs
Een kunstenaar mag ongegeneerd teruggaan naar zijn kindertijd. Hij mag een hut bouwen dat niemand kan zien. Hij mag met vermolmd hout schots en scheef timmeren. En dan maar avonturen beleven die hij alleen bedenken kan.
Want wees nou eerlijk: je bent het liefste in je eigen paradijs. En het is simpel te realiseren. Wij willen toch onze eigen Megadendrischer Bau maken?
Waarom laten we zoveel complexiteit toe in onze wereld? Het is heel verleidelijk om mee te doen met alle technologie, werkdruk, sociale verplichtingen. Niet meer doen.
Allemaal terug naar onze eigen Megadendrischer Bau!
Door Theo, www.artatsite.com

www.welt-der-form.net:
Aus natürlichem Material und in schlichter Form hat Simon eine unprätentiöse Raumskulptur geschaffen, die trotzdem durch ihre Position zwischen dem Volksgartenpark und dem angrenzenden Stoffeler Friedhof, gleichsam zwischen Diesseits und Jenseits, eine metaphysische Dimension hat. Der Titel ('mega dendron' - grosser Baum) spielt an vorgeschichtliche Steingräber der Megalithkultur an. Der "Megadendrische Bau" ist ein gedeckter Stollen aus Eichenbohlen. «Die Holzbohlen werden vom Künstler (...) geschnitten und fügen sich dann zu einer Einheit zusammen. Durch den Schnitt treten (...) Verletzungen auf, die dem Künstler als Metapher für das menschliche Dasein besonders wichtig sind.» Text: Klaus Schrenk, Skulpturen im Südpark Düsseldorf, 1987.
Die Skulptur ist in einen Zaun eingepasst, so dass an dieser Stelle kein Übergang vom Park zum Friedhof möglich ist. Die massive Stirnwand riegelt das Objekt auf der Parkseite ab, aber ein schmaler Lichtschlitz gibt den Blick auf den anderen Bereich frei, ohne dass sich der dahinter liegende Baukörper erschliesst. Auf der Friedhofsseite dagegen kann man den Bau wie eine Grabkammer betreten, in deren Dunkelheit durch schmale Öffnungen Licht fällt.
Klaus Simon, *1949 Bad Godesberg, lebt in Krefeld.
Megadendrischer Bau, 1987.
Eichenholz, 200 cm hoch, 700 cm lang. Standort: Volksgarten / Stoffeler Friedhof.

www.wikipedia.org:
Klaus Simon (* 1949 in Bad Godesberg) ist ein deutscher Bildhauer.
Simon arbeitet mit Stein und Holz. Für das Bildhauersymposion Heidenheim an der Brenz, zu dem er 2004 eingeladen wurde, schuf Simon die Arbeit Belastung. Massive Holzbalken aus einem ortsansässigen Holzverarbeitungsbetrieb sind zu einer lichtdurchlässigen, achteckigen Form mit Kuppeldach, 8 m hoch, geschichtet. In das Kuppeldach ist der Altarblock aus einer aufgelösten Kirche eingehängt.
Als Grundstoff seiner meisten Arbeiten wählt Simon Bäume, die umgestürzt oder geschädigt sind. So schuf er zum Beispiel 2009 den neuen Volksaltar im Gmünder Münster aus einer 150 Jahre alten Roteiche. Der Altar als Ort der Eucharistie und der Ambo als Ort des Wort Gottes bilden bei diesem Entwurf eine Einheit, da der Ambo in Kreuzform, dem ausgesägten Kreuz des Altares entspricht. Nicht nur Altar und Ambo, sondern das gesamte Werk ist eine Einheit, da auch die Kredenz und die Sedilien vom gleichen Baum stammen.
Thomas Sternberg, 2003: „In seinen Holzskulpturen macht Klaus Simon unmittelbar sinnlich erlebbar, was es mit der Krise des menschlichen Verhaltens zum Leben auf sich hat. Ein Baum, der zum Altar wird, hat mit diesem Verständnis von Natur und Skulptur zu tun. Das Opfer, am Altar in geistiger Weise begangen, verwirklicht sich hier ganz unmittelbar.“
Im Sommer 2011 gestaltete der Künstler die neuen Prinzipalien für die Namen-Jesu-Kirche aus der 300 Jahre alten Dicke Eiche, einem Naturdenkmal, das am 27. Dezember 2010 im Kottenforst umgestürzt war. Klaus Simon durfte hiervon einen Abschnitt von 1,5 m Länge verwenden. In einem Waldatelier beim Standort der Dicken Eiche, am Jägerhäuschen, schuf er daraus Altar, Ambo, Osterkerzenständer und die Kathedra, den Bischofsstuhl.
Simon gestaltete auch das Carl von Ossietzky-Denkmal in Berlin-Pankow, es wurde 1989 aufgestellt.